Mit seinen „Galgenliedern“ lädt Christian Morgenstern
dazu ein, die Welt mit einem Augenzwinkern
zu betrachten. Seine „Galgenpoesie“ versteht er
als besondere Form der Weltanschauung – leicht,
humorvoll und befreiend zugleich. Sie soll die
Fantasie anregen und ein Stück der „gefrorenen
Musik der Seele“ wieder zum Klingen bringen.
Nicht zuletzt empfahl Marcel Reich-Ranicki die
Galgenlieder später in seinem Kanon der deutschsprachigen
Lyrik. Für das besondere Projekt
konnte der Schauspieler Hans-Werner Meyer
als Sänger gewonnen werden, der neben seiner
Begeisterung für die Vertonungen auch zur Geige
greift. Gemeinsam mit Markus Runzheimer am
Bass und Perkussion sowie Reinhardt Repke an
der Gitarre, der die Gedichte neu vertont hat, entsteht
ein musikalisch-literarischer Abend voller
Leichtigkeit und feinsinnigem Humor.
Lily da Costa (Franziska Traub), ein exzentrischer
Hollywood-Filmstar der 30-er Jahre, hat heute
nicht ihren besten Tag. Sie ist launisch, unerträglich
und macht allen Personen um sie herum das
Leben zur Hölle. Ihr geldbedürftiger Ehemann
Vlady will der Klatschkolumnistin Charlene Lilys
intimes Tagebuch verkaufen. Doug, ihr Exgatte
ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und sucht
Zuflucht in ihrem Kleiderschrank und schließlich
wollen das Zimmermädchen Yvette und der Butler
Odilon sie auch noch kidnappen. Zu allem Unglück
ist Lily selbst viel zu betrunken um die Pressekonferenz
abzuhalten, die ihre Karriere retten
soll. Da taucht ihre schüchterne Zwillingsschwester
Deborah auf, die als Gattin des puritanischen
Pastors Jonathan auf einer Farm in Minnesota
lebt. Das bringt Lilys Manager Sam auf eine Idee.
Björn Diemel (Martin Lindow) ist zurück – und mit
ihm eine herrlich schräge Mischung aus Achtsamkeit,
Mordlust und absurdem Humor. In der neuen
Bühnenfassung von „Achtsam morden durch
bewusste Ernährung“ gerät der ebenso gestresste
wie skrupellose Anwalt zwischen Entführung,
Selbstoptimierung und ungewöhnliche Geschäftsmodelle.
Als es plötzlich um seine Tochter geht,
muss Diemel schnell handeln – und gleichzeitig
erkennen, dass nicht nur seine Gegner, sondern
auch er selbst dringend Veränderung braucht.
Zwischen Selbstoptimierung, bewusster Ernährung
und kriminellen Machenschaften entfaltet
sich eine temporeiche Geschichte voller überraschender
Wendungen. Ein ebenso spannender
wie bissig-komischer Theaterabend über Moral,
Achtsamkeit – und die Frage, wie weit man für ein
„besseres Leben“ gehen darf.
Nach einer stürmischen Flitterwoche sollte den
Jahren des Eheglücks eigentlich nichts mehr im
Wege stehen – es sei denn, sehr unterschiedliche
Lebensauffassungen prallen aufeinander: Paul
ist ein überaus korrekter und strebsamer junger
Anwalt, Conny hingegen hat Spaß und Vergnügen
zu ihren Lebensprinzipien erklärt. Hinzu kommt,
dass sich die erste gemeinsame Wohnung nicht
gerade als Glücksgriff erweist: Fünf Stockwerke
ohne Aufzug, ein kaputtes Dachfenster, durch das
ein eisiger Wind hineinweht, und kein Platz für ein
Ehebett … Zudem Hausbewohner, die mit Fug und
Recht als sonderbar beschrieben werden können.
Und als dann noch Connys Mutter unangekündigt
hereinschneit und mit Kritik an den Lebensumständen
ihrer Tochter nicht gerade hinterm Berg
hält, wird die junge Ehe auf eine harte Probe
gestellt …
Der ursprünglich aus Ungarn stammende Kishon
war und ist in Deutschland für seinen scharfen
Witz und satirischen Blick auf gesellschaftliche
Normen sehr beliebt. Diese Komödie beleuchtet
das Eheleben von Romeo und Julia, über 30 Jahre
nach ihrem vermeintlichen Tod, auf humorvolle
und ironische Weise. Zuschauer erleben Romeo
als Ballettlehrer und Julia als nörgelnde Hausfrau,
die sich mit alltäglichen Herausforderungen auseinandersetzen,
irgendwo zwischen „Wer macht den
Abwasch?“ und „Liebst du mich eigentlich noch?“.
Ihre rebellische Tochter Lucretia, die schwatzhafte
und leicht lüsterne Amme sowie der charmante,
wenn auch demente Pater Lorenzo sorgen
für zusätzliche Turbulenzen. Der aus dem Jenseits
intervenierende William Shakespeare versucht das
würdelose Treiben zu ordnen. Und die Auflösung
des Dilemmas ist für alle Beteiligten mehr als überraschend!
Teresa Carrar, Witwe eines Fischers in Andalusien,
will sich und ihre beiden Söhne aus dem
Spanischen Bürgerkrieg heraushalten, in dem
ihr Mann Carlo umgekommen ist. Konfrontiert
mit dem Ansinnen ihres Bruders Pedro, die
Gewehre ihres Mannes zu erhalten, entsteht
zwischen ihnen eine Diskussion über den Krieg,
in der verschiedene Positionen zu Wort kommen.
Teresa Carrar weiß: „Wer zum Schwert
greift, wird durch das Schwert umkommen.“
Da bricht die Katastrophe herein. Ihr Sohn Juan
wird als Unbeteiligter von einem vorbeifahrenden
Schiff der Franco-Milizen erschossen.
Schlagartig ändert sich die Haltung der Mutter.
Sie beschließt nun, selbst den Kampf aufzunehmen.
Bewaffnet mit einem der Gewehre geht
sie mit ihrem Bruder und ihrem jüngeren Sohn
José an die Front.
Wegen einer außerehelichen Affäre in größter
Bedrängnis, sucht kein Geringerer als der König
von Böhmen Rat bei dem wohl berühmtesten
Detektiv der Welt: Sherlock Holmes (Jan Sosniok).
Gemeinsam mit seinem ihm stets ergebenen
Freund Watson (Oliver Dupont) begibt sich
Holmes auf eine höchst heikle und gefährliche
Mission – denn schon bald stellt sich heraus, dass
Professor Moriarty, einst Mentor und bester
Freund des Meisterdetektivs, in die Geschehnisse
verwickelt ist. Moriarty selbst wird von einer
Frau gesucht, die Holmes komplettes Weltbild ins
Wanken bringt. Was bisher unmöglich schien,
wird wahr: Der Meisterdetektiv entwickelt
Gefühle. Als dann noch Sherlocks dominanter
Bruder auftaucht, wird die Geschichte zum alles
entscheidenden und vielleicht letzten Fall des
Meisterdetektivs. Es beginnt ein Kampf um Leben
und Tod, Liebe und Verderben.
Neuengland zu Beginn des 20. Jahrhunderts:
Ein Serienmörder versetzt eine ganze Region in
Angst. Auf einem abgelegenen Landsitz scheint
die junge Helen zunächst in Sicherheit – doch
hinter den Mauern des Hauses wächst das
Unheil. Während die Bewohner nach und nach
verschwinden und ein schweres Unwetter die
Außenwelt abschneidet, verdichtet sich die
beklemmende Atmosphäre. Warnungen häufen
sich, das Misstrauen steigt – und bald wird klar:
Die Gefahr lauert näher, als es scheint. Als
schließlich eine Leiche an der Wendeltreppe
gefunden wird, gibt es kein Entkommen mehr.
Ein packender Thriller voller Spannung, düsterer
Geheimnisse und unerwarteter Wendungen –
bis zum unausweichlichen Zusammentreffen mit
dem Mörder.
Klara Milkowski ist laut, provokant und erfolgreich
– eine Stand-up-Comedienne, die mit ihren
pointierten Angriffen auf den Zeitgeist die Massen
begeistert und zugleich polarisiert. Als sie
nach einem Skandal zur Symbolfigur der „Meinungsfreiheit“
stilisiert wird, gerät sie ins Visier
eines populistischen Politikers. Was als mediale
Inszenierung beginnt, entwickelt sich schnell zu
einem gefährlichen Spiel mit Macht und Einfluss.
Zwischen Satire, politischem Kalkül und persönlicher
Verantwortung zeigt sich, wie schmal der
Grat zwischen Unterhaltung und politischer
Realität geworden ist. Doch als die Dinge außer
Kontrolle geraten, wird Klara selbst zur Spielfigur
eines Systems, das sie einst nur kommentieren
wollte. Ein ebenso bissiges wie hochaktuelles
Stück über Populismus, Medien und die Fragilität
demokratischer Strukturen.
Eine spannende und zugleich gefühlvolle Komödie,
bei der Emmi Rothner (Alexandra Kamp)
mehrmals versucht, ihr Zeitschriftenabonnement
zu kündigen, aber aufgrund eines Tippfehlers
die Nachrichten immer bei Leo Leike
(Dietmar Horcicka) landen. Aus einer anfänglich
irregeleiteten E-Mail entwickelt sich eine sehr
persönliche Freundschaft – oder handelt es sich
doch um eine Liebesbeziehung? Dieser Digitalflirt,
der die heutige Kommunikation über online
Portale perfekt widerspiegelt, ist pointenreich,
unterhaltsam, voller Gefühle und birgt viele
Überraschungen. Ob aus der virtuellen Beziehung
zweier unbekannter Persönlichkeiten mehr
entsteht und, ob ein reales Treffen zustande
kommt, sorgt für Spannung.